Hanf InfosDie Welt von Hanf und CBD

Alles rund um Hanf

Fundierte, mit Quellen belegte Artikel zu Cannabis, THC und CBD - inklusive der aktuellen Rechtslage in Österreich.

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Eine besondere Pflanze

Die Vorteile von Hanf

  • Vielseitige Nährstoffquelle

    Hanfsamen enthalten alle neun essenziellen Aminosäuren sowie Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren in einem für den menschlichen Bedarf günstigen Verhältnis von etwa 3:1 - die WHO empfiehlt maximal 5:1, die übliche westliche Ernährung liegt oft bei 15:1 oder schlechter.

  • Vollständiges Eiweiß

    Mit rund 30 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm geschälter Samen zählen Hanfsamen zu den eiweißreichsten pflanzlichen Lebensmitteln und liefern dabei alle essenziellen Aminosäuren - für Veganer und Vegetarier eine seltene vollständige pflanzliche Proteinquelle.

  • Nachhaltig und umweltfreundlich

    Nutzhanf kommt im Anbau ohne Pestizide aus, benötigt weniger Wasser als Baumwolle und bindet laut Schätzungen 15 bis 20 Tonnen CO₂ pro Hektar und Saison - mehr, als ein Hektar Wald im selben Zeitraum aufnimmt.

Zeichnung einer Hanfpflanze mit gefingerten Blättern und Wurzeln

Hanf als traditionelle Kulturpflanze

Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Aus derselben Pflanzenfamilie stammen drei ganz unterschiedliche Produkte: robuste Fasern für Textilien und Baustoffe, das nicht berauschende CBD und der psychoaktive Wirkstoff THC. Welches Produkt am Ende entsteht, entscheiden Sorte, Pflanzenteil und Verarbeitung - mehr dazu auf der Cannabis-Seite.

CBD Öl: der nicht berauschende Extrakt

CBD (Cannabidiol) ist ein Wirkstoff der Hanfblüte ohne psychoaktive Wirkung. Anders als bei THC ist die wissenschaftliche Beleglage für viele im Umlauf befindliche Wirkversprechen noch dünn, und CBD-haltige Lebensmittel dürfen in der EU mangels Zulassung derzeit nicht verkauft werden. Herstellung, realistische Dosierung und die genaue Rechtslage in Österreich erklären wir im Artikel zu CBD Öl.

3 Fakten

Was Hanf so besonders macht

  • Wachstum

    Hanf kann in nur 100 bis 120 Tagen bis zu 4 Meter hoch wachsen

  • Ertrag

    Ein Hektar Hanf liefert im Schnitt rund 600 bis 800 Kilogramm Hanfsamen sowie mehrere Tonnen Stängelmasse für Fasern und Industrie

  • CO₂-Bindung

    Schätzungen zufolge bindet ein Hektar Hanf pro Saison etwa 15 bis 20 Tonnen CO₂ - mehr, als ein Hektar Wald im selben Zeitraum aufnimmt, wenn auch nicht so dauerhaft gespeichert

Die Pflanze - Von der Antike bis zur Neuzeit

Die Geschichte von Hanf

Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und blickt auf eine über 10.000 Jahre lange Geschichte zurück. Erste Funde belegen, dass Hanf bereits in China um 2800 v. Chr. für Kleidung, Seile und Papier genutzt wurde. Auch in Indien spielte Hanf eine wichtige Rolle - sowohl in der traditionellen Medizin als auch in religiösen Ritualen. Die Vielseitigkeit der Pflanze machte sie schon früh zu einem unverzichtbaren Rohstoff für zahlreiche Kulturen.

Im antiken Griechenland und im Römischen Reich war Hanf ebenfalls bekannt. Dort wurde er vor allem für Seile, Netze und Segel eingesetzt, da die Fasern besonders reißfest und langlebig waren. Mit der Ausbreitung des Handels gelangte Hanf schließlich nach Europa, wo er ab dem Mittelalter eine zentrale Bedeutung gewann. Viele Bauern waren verpflichtet, Hanf anzubauen, weil er für die Schifffahrt, den Handel und die Textilproduktion unverzichtbar war.

Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte Hanf seinen Höhepunkt in Europa: Die Segel und Taue der großen Entdeckerflotten bestanden fast ausschließlich aus Hanffasern, die wegen ihrer Reißfestigkeit und Salzwasserbeständigkeit konkurrenzlos waren. Mit der Industrialisierung und der zunehmenden Verbreitung von Baumwolle und später synthetischen Fasern verlor Hanf im 19. und 20. Jahrhundert an wirtschaftlicher Bedeutung.

Im 20. Jahrhundert wurde der Hanfanbau in vielen Ländern stark eingeschränkt oder ganz verboten, vor allem aufgrund seiner Verbindung zu Cannabis mit psychoaktiver Wirkung. Erst seit den 1990er-Jahren erlebt Hanf eine Renaissance, getrieben durch das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und natürliche Rohstoffe. Heute wird Hanf wieder weltweit angebaut und für Textilien, Lebensmittel, Kosmetik sowie als Grundlage für CBD-Produkte genutzt.

Hanf legal - Was erlaubt ist

Nutzhanf ist in der gesamten EU - und damit auch in Österreich - legal anbaubar, solange nur zertifizierte Sorten mit einem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent verwendet werden. Diese Sorten haben keine berauschende Wirkung.

Cannabis mit höherem THC-Gehalt fällt dagegen unter das Suchtmittelgesetz - Details dazu und zum Unterschied zwischen Nutzhanf, CBD-Produkten und Cannabis zu Rauschzwecken gibt es auf der Cannabis-Seite.

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